Tobago

Die Schwesterinsel Trinidas, befindet sich nahe der Küste Venezuelas.

TOBAGO ist mit 301 qm² die kleinere der ungleichen Schwesterinseln Trinidad & Tobago. TOBAGO gilt als naturbelassene, ruhige Insel und Highlight für Taucher und Vogelbeobachtungen. Die vielen einsamen und endlosen Strände werden Sie begeistern. Fernab vom Massentourismus entdecken Sie das ursprüngliche Naturparadies Trinidad & Tobago. Kaum eine andere Karibikinsel bietet eine solche Vielfalt an Flora und Fauna wie die ungleichen Schwesterinseln - hier wachsen beispielsweise 2.160 verschiedene blühende Pflanzen. Abseits von Siedlungen können sich Naturliebhaber auf Wanderpfaden ihren Weg durch das schattige Blattdickicht, begleitet vom Rauschen der Wasserfälle und dem Schwirren von Kolibris, suchen. Tobago ist perfekt für Aktivurlauber und Naturfreunde, denn Tobago ist zu zwei Dritteln mit Regenwald bedeckt.

Bereits im Jahr 1765 unter Naturschutz gestellt, ist das Tobago Main Ridge Forest Reserve das älteste Schutzgebiet der westlichen Hemisphäre und wurde bei den World Travel Awards im Jahr 2006 zur „Weltbesten Öko-Tourismus Destination” gewählt. Kein Wunder, denn es ist nicht ungewöhnlich Papageien, Kolibris, Cocoricos und andere Vögel bei einem Spaziergang durch den Wald sowohl zu hören, als auch zu sehen. Im Osten Tobagos thront der Namensvetter „Little Tobago”, eine kleine, Grüne und von Vögeln umschwärmte Insel, die im Durchmesser gerade mal 100 Meter misst. Dieses Eldorado für Vogelbeobachter wird auch „Bird of Paradise Island” genannt, denn hier laden Wege vorbei an nistenden Vögeln, den Besucher dazu ein die Schönheiten der ganzen Insel zu erkunden. Um sein Wissen über die vielfältige Fauna und Flora zu vertiefen, ist es empfehlenswert, bereits im Voraus eine Tour mit einem erfahrenen Guide zu buchen. Wer sich lieber die Insel im Panorama anschauen möchte, kann sie mit einem Glasbodenboot umrunden.

Trinidad & Tobago bilden das südliche Tor zur Karibik. Die beiden Inseln sind vulkanischen Ursprungs und nur etwa 11 Kilometer von der Küste Venezuelas entfernt. Sie dürfen sich eines großartigen Klimas rühmen: So beträgt die durchschnittliche Jahrestemperatur rund 29 °C, die Wassertemperatur rund 26 °C. Die Schwesterninseln befinden sich außerhalb des Hurrikan-Gürtels, so dass sie ganzjährig bereisbar sind. Obwohl Besucher hier grandiose Badeferien erleben, bieten die ungleichen Inseln weit mehr als „nur” karibischen Strandurlaub. Sportbegeisterte sowie Naturfreunde kommen in Trinidad & Tobago voll auf ihre Kosten! Denn ihnen bietet sich eine schillernde Auswahl an Möglichkeiten, das Hobby zu pflegen oder - wer weiß - ein Neues zu entdecken. Ob der Urlauber tauchend die fantastische Welt der Tiefe erkundet, ob er über grüne Hügel und durch Täler wandert oder ob er den heißesten Straßenkarneval live miterleben möchte; die beiden Inseln versprechen eine bunte Palette an großen und kleinen Abenteuern. Und das stets vor einer grandiosen Naturkulisse.

Die Geheimnisse der Tiefe laden zu einer Reise durch die mystische Unterwasserwelt Tobagos ein. Taucher entdecken hier rätselhafte alte Wracks, farbenprächtige Korallenriffe, verspielte Delfine, beeindruckende Mantarochen oder gar kleine Haie. Mit bis zu 40 verschiedenen Korallenarten und mehr als 600 Fischarten findet man auf Tobago eine der artenreichsten, farbenprächtigsten und schönsten Korallenriffe der Karibik. Eines der berühmtesten Riffe, ist das Buccoo Reef in Crown Point, zwischen Pigeon Point und Buccoo Bay gelegen. Ein atemberaubender Unterwassergarten von ungefähr 15 Hektar lädt zum Schnorcheln und Tauchen ein. Das Bucco Reef ist Heimat von bis zu 70 verschiedenen Tropenfischen. In der Mitte des Riffs befindet sich der Nylon Pool. An dieser Stelle ist das Meer nur einen Meter tief und das smaragdgrüne, warme Wasser lädt zum Schwimmen ein. Um die Einzigartigkeit und Vielfalt aquatischer Lebensgemeinschaften zu wahren, wurde Buccoo Reef im Jahr 1982 zum Naturschutzgebiet deklariert. Speyside bietet ebenfalls eine Vielzahl verschiedener Tauchspots. Im Japanese Gardens treffen Anfänger und Fortgeschrittene bei bis zu 25 Metern Tiefe auf Weichkorallen und Schwämme. Für Fortgeschrittene und Könner hingegen eignet sich der Tauchspot Flying Manta: Mit 30 Metern Tiefe ist dies einer der besten Plätze, um Mantarochen und Engelsfische hautnah zu erleben. An der südlichsten Seite Little Tobagos, das 1924 durch Ornithologen zum Vogelschutzgebiet deklariert wurde, befindet sich das Black Jack Hole. Dort können Besucher auf offener See auf Delphine, kleine Haie und Rochen treffen. Sonnenliebhaber kommen an den Kokospalmen gesäumten Stränden der Atlantik- und Karibikküste auf ihre Kosten. Pigeon Point an der karibischen Südwestspitze erstreckt sich über 1,6 Kilometer und ist mit Puderzuckersand bedeckt.

Vorgelagerte Korallenbänke nehmen den Wellen ihre Stärke und das ruhige Meer eignet sich hervorragend zum Schwimmen. Der bekannteste Strand Tobagos lädt den Besucher zum „Limen” ein. „Liming” bezeichnet die süße Art des Nichtstuns auf Trinidad & Tobago und ist fest im Lebensgefühl der Bevölkerung verankert. Vom kleinen Bootsanleger des Pigeon Point fahren Glasbodenboote zum Buccoo Reef hinaus. Nicht weniger beliebt und ähnlich reizvoll sind die Badestrände Englishman's Bay, Storebay, Little Courland und Pirate's Bay. Jeder dieser Strände besticht durch seinen eigenen Charme. Wer darüber hinaus die facettenreiche Landschaft Tobagos kennenlernen möchte, startet am höchsten Punkt Scarboroughs, der Hauptstadt Tobagos. Hier befindet sich eine von den Briten während der Jahre 1777 bis 1779 erbaute Festung, das Fort King George. Von hier aus bietet sich ein wunderbarer Aussichtspunkt über die Stadt, die Küste und dem exotischen Markt. Von der Inselhauptstadt aus verläuft Richtung Osten bis zum kleinen Küstenort Speyside die Winward Road. Sie schlängelt sich entlang der Atlantikküste an vereinzelten typisch tobagonischen Dörfern vorbei, durch immergrüne Küstenwälder und bewachsene Täler.

Ein Höhepunkt von Tobago, während der Regenzeit von Juni bis November, sind die Argyle Wasserfälle in der Nähe von Roxborough. Die dreistufigen Kaskaden ergießen sich aus 54 Metern Höhe in Wasserbecken und liefern so eine angenehme Erfrischung für jedermann. Der Weg vom Parkplatz zu den höchsten Wasserfällen Tobagos führt durch eine Kakaoplantage entlang von riesengroße Bäumen, deren strahlend orangenfarbenen Blätter den Weg bedecken, am Wegesrand ragen Bambusbäume dem Horizont entgegen. Nordöstlich der Kings Bay verläuft die Winward Road durch üppig bewachsene Hügel, bevor sie zum erstklassigen Speyside Lookout, gelangt. Hier bietet sich dem Urlauber ein Panoramablick über das Taucherparadies und das malerische Fischerdörfchen Speyside, die Tyrell's Bay bis hin zu den vorgelagerten Inseln Goat Island und Little Tobago. Little Tobago, auch bekannt als „Bird of Paradise Island”, gilt insbesondere bei Naturliebhabern und Vogelkundlern als Geheimtipp. Den Endpunkt der Winward Road bildet das idyllische Fischerdorf Charlotteville. Frühmorgens sind hier die Straßen von kleinen Fischständen gesäumt. Fischer sind bei ihrer Arbeit - Sie säubern den frischen Fisch und bieten diesen lautstark zum Verkauf an.
Parallel zur Nordküste, im Osten Tobagos, befindet sich der tropische Regenwald und besticht durch seine üppige Vegetation und Artenvielfalt. Hier bieten sich dem Urlauber verschiedene Wanderwege, um die Tiefen des Naturschutzgebietes zu erkunden.

TAUCHEN:
Über 20 ursprüngliche Tauch-Spots und die größte Hirnkoralle der Welt (12 x 16 Meter) zeichnen die Karibikinseln Trinidad & Tobago als Tauchdestination aus. Taucher können hier rätselhafte alte Wracks, verspielte Delfine, riesige Lederschildkröten, beeindruckende Mantarochen oder kleinere Haie entdecken. Dies sind nur einige der vielen Wunder, die auf Taucher in diesem noch relativ unbekannten, aber durchaus bemerkenswerten Reiseziel warten. Die Anordnung der Korallen und das Leben im Meer sind schwer mit anderen Tauchgebieten zu vergleichen. Ein Taucher trifft es auf den Punkt: „In Tobago gibt es eine Vielfalt wie man sie sonst nur im Great Barrier Reef findet”. Die Insel Tobago ist für ihre zauberhaften und naturbelassenen Strände, ihre netten und freundlichen Menschen und die entspannte Atmosphäre bekannt.

Die Wassertemperaturen liegen ganzjährig bei ca. 28° C und die meisten Taucher sind der Ansicht, dass ein 3 mm Neoprenanzug das ganze Jahr über ausreichend ist.

Die Karibikseite von Tobago ist ideal für Tauchanfänger, da sie ruhig und geschützt liegt. Die Atlantikseite der Insel sowie das Gebiet im Südwesten zwischen Trinidad und Tobago sind meist rauer und bieten sich perfekt für spektakuläre Strömungstauchgänge an. Hier ist auch die Chance auf Großfischbegegnungen größer. Getaucht wird überwiegend vom Boot aus.

Der Guyana Strom aus dem Orinoco Fluss bewegt sich langsam die östliche Küste Südamerikas hinauf und trennt sich bei Trinidad. Damit gelangt er an die Süd- und Ostküste Tobagos und trägt somit dazu bei, dass es mehr als 600 Arten von Fischen und Meerestieren sowie mehr als 40 unterschiedliche Korallenarten gibt. Während der Regenzeit von Juni bis November bringt er reichlich Nährstoffe bis zu den Inseln und sorgt so für den Artenreichtum unter Wasser.

Viele Tiefseefische kann man hier viel näher an der Wasseroberfläche sehen, als anderswo. Barrakudas, Schildkröten und Tümmler sind ständige Begleiter der Taucher. Auch kleinere Fische, darunter Falterfische, Kaiserfische, Riffbarsche, Papageienfische und Grunzer sind hier beheimatet und auch seltenere Arten, wie Tarpun und Drückerfisch kann man hier vorfinden.

DIE BESTEN TAUCH-SPOTS AUF TOBAGO
Die besten Tauchgebiete befinden sich an der Süd- und Ostküste zwischen Pigeon Point und Castara sowie an der Nordostküste von Speyside in Richtung Charlotteville, die felsigen vorgelagerten Inseln Little Tobago und St. Giles eingeschlossen. Lange Strände, welche langsam ins Meer verlaufen, säumen die ruhige Westküste. Hier gibt es weitläufige Riffe, Korallen und felsige Klippen. An der Ostküste erwarten den Besucher felsige Riffe mit von Wasser bedeckten Klippen sowie Steinformationen, Berge und viele größere Fische, die sich besonders gerne rund um die küstennahen Inseln aufhalten. Die große Anzahl an guten Tauchplätzen bietet sowohl Anfängern, als auch erfahrenen Tauchern das richtige Revier. Die Tauchgänge starten meist von traditionellen Fischerbooten (Pirogues) aus, die den örtlichen Verhältnissen ideal angepasst sind.

SPEYSIDE

JAPANESE GARDENS Tiefe 6 - 30m - Anfänger/Fortgeschrittene; prächtiger Korallengarten mit Weichkorallen und Schwämmen

FLYING MANTA Tiefe 30m - Fortgeschrittene; einer der besten Plätze für Mantarochen und Engelsfische

BOOKENDS Tiefe 25m - Fortgeschrittene; Riff mit Weich- und Hartkorallen

BLACK JACK HOLE Tiefe 7 - 35m - Fortgeschrittene; am südlichsten Ende Little Tobagos gelegen; raue See; guter Platz für Nachttauchgänge, wenn keine Strömung herrscht; Rochen, Delfine und Haie können hier gesichtet werden

CATHEDRAL Tiefe 6 - 30m - Fortgeschrittene; interessanter Platz, viele Riff-Fische, teilweise starke Strömung

CORAL GARDENS Tiefe 7 - 15m - Anfänger; Korallenplateau mit einem Riffhang, der Divespot ist mehrere Tauchgänge wert


CHARLOTTEVILLE

LONDON BRIDGE Tiefe 40m - Fortgeschrittene; natürlicher Felsbogen; Strömungstauchgänge durch Canyons

THE SISTERS Tiefe 15 - max 40m - Fortgeschrittene; große Felsformation, die steil aus dem Meer ragt mit bizarren, bewachsenen Felslandschaften; Rochen und Ammenhaie halten sich bevorzugt hier auf.


CROWN POINT

BUCCOO REEF Tiefe 15m - Anfänger; bekanntestes Riff Tobagos in Crown Point - ein atemberaubender Unterwassergarten von ungefähr 15 Hektar lockt dort zum Schnorcheln und Tauchen. Um die Einzigartigkeit und Vielfalt aquatischer Lebensgemeinschaften auch für spätere Generationen zu bewahren, wurde das Buccoo Reef bereits im Jahr 1982 zum Naturschutzgebiet deklariert

MOUNT IRVINE WALL Tiefe 20m - Anfänger/Fortgeschrittene; massive Felsblöcke, die sich von den Küsten ablösten sind heute ein 10 - 20m hohe geheimnisvolle Felswand bevölkert von Fischen; nachts kann man hier Kraken, Muränen, Hummer, den kurznasigen Fledermausfisch und orangefarbene Kugel-Anemonen treffen

FLYING REEF Tiefe 15 - 30m - Fortgeschrittene; idealer Platz für Drifttauchgänge - die schnellen Strömungen bringen Taucher so schnell voran, dass man mit nur einem Tank ohne weiteres 15km Riff sehen kann; große Schwämme und enorme Fischvielfalt

CULLODEN BAY Anfänger; Riff in U-Form mit bizarren Formationen

MAVERICK WRACK Tiefe 15 - 30m; die versenkte Trinidad-Tobago-Fähre liegt auf einer Sandfläche. Das 75m lange, intakte Schiff ist „taucherfreundlich”, schön bewachsen und Heimat vieler tropischer Riff-Fische


WEITERE SPOTS

ARNOS VALE bekannt für die Aalpopulation, einschließlich seltener Schlangenaale und Rochen

ENGLISHMAN'S BAY, CASTARA BAY ruhige Drifts auf der karibischen Seite

DIVERS DREAM nur für Fortgeschrittene; zwischen Trinidad und Tobago im Kanal gelegen; Plateau mit Korallenblöcken, Ammenhaien, Stachel- und Adlerrochen und Schwarzspitzen-Riffhaien

SLEEPER, FLYING MANTA, JOHN ROCK UND KAMIKAZE CUT sind Tauchspots mit der besonderen Herausforderung für erfahrene Taucher, weil hier gewaltige Strömungen herrschen.